CA Immo setzt stabile operative Entwicklung fort, Konzernergebnis mehr als verdoppelt

  • Nachhaltiges Ergebnis (FFO I) mit 100,1 Mio. € (1,03 € je Aktie) um 4% unter dem Vorjahreswert
  • Mieterlöse stabil bei 175,8 Mio. € (30.9.2020: 177,6 Mio. €)
  • Erfolgreiches Kapitalrotationsprogrammbewirkt starkes Verkaufsergebnis von 32,8 Mio. €(30.9.2020:24,9 Mio. €)
  • Operatives Ergebnis (EBITDA) mit 160,0 Mio. € um 18% über dem Vorjahreswert
  • Positives Neubewertungsergebnis von 185,2 Mio. € reflektiert u. a. erfolgreiche Projekt-Vorvermietung und starke Investorennachfrage in Deutschland (30.9.2020: –21,5 Mio. €)
  • Konzernergebnis mit 190,8 Mio. € 117% über dem Vorjahreswert (30.9.2020: 88,0 Mio. €)
  • Substanzwert EPRA NTA je Aktie bei 41,81 € nach 40,09 € zum 31.12.2020 (+4%)
  • Wert des Immobilienvermögens auf 5,9 Mrd. € gesteigert (+5% zum Jahresende 2020)
  • Deutliche Verbesserung der Bilanz- und Finanzierungskennzahlen seit Jahresbeginn (Eigenkapitalquote bei 50,2% nach 45,9% zu Jahresbeginn)
  • FFO I-Zielsetzung für das Jahr 2021 von rd. 128 Mio. € wird bestätigt; FFO I für 2022 aus heutiger Sicht unter der Zielsetzung in Höhe von 140 Mio. €
  • Evaluierung aller strategischen Optionen für den Kernmarkt Rumänien, einschließlich eines potenziellen Verkaufs des gesamten Portfolios

 

Andreas Quint, CEO von CA Immo: „Wir können nach den ersten neun Monaten 2021 eine unverändert stabile operative Leistungsbilanz vorlegen, die vor allem von erfolgreich abgeschlossenen Verkaufstransaktionen und guten Fortschritten in der Umsetzung und Vorvermietung der Entwicklungspipeline geprägt ist. Sämtliche Verkäufe im Berichtszeitraum wurden zu Preisen abgeschlossen, die deutlich über den Buchwerten der verkauften Liegenschaften lagen. Im selben Zeitraum konnten wir insgesamt drei eigene Projektfertigstellungen in den Bestand aufnehmen. Unser strategisches Kapitalrotationsprogramm läuft somit überaus profitabel und trägt wesentlich zum Ergebniswachstum und der langfristigen Sicherung der Werthaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unseres Portfolios bei.“
 

Ergebnisse der ersten neun Monate 2021

FFO I, wesentliche Kennzahl für die nachhaltige Ertragskraft des Konzerns, die vor Steuern und um das Verkaufsergebnis und sonstige nicht nachhaltige Effekte bereinigt berichtet wird, lag mit 100,1 Mio. € um 4,4% unter dem Vorjahreswert (30.9.2020: 104,7 Mio. €). FFO I je Aktie lag zum Stichtag bei 1,03 € (30.9.2020: 1,13 € je Aktie). FFO II, inklusive Verkaufsergebnis und nach Steuern ein Indikator für die Gesamtprofitabilität der Gruppe, summierte sich auf 105,1 Mio. € gegenüber 94,9 Mio. € in 2020 (+10,8%). FFO II je Aktie stand bei 1,08 € je Aktie (30.9.2020: 1,02 € je Aktie).

CA Immo verbuchte in den ersten neun Monaten 2021 einen geringfügigen Rückgang der Mieterlöse um 1,0% auf 175,8 Mio. €. Diese Entwicklung steht in Zusammenhang mit den Liegenschaftsverkäufen der vergangenen Quartale, die von den positiven Mietbeiträgen der Projektfertigstellungen und Zukäufe von Bestandsimmobilien im selben Zeitraum nicht vollständig kompensiert werden konnten. Das Nettomietergebnis summierte sich nach den ersten neun Monaten auf 152,8 Mio. € (30.9.2020: 159,5 Mio. €), ein Rückgang von 4,2% im Jahresvergleich. Dieser Rückgang basiert u. a. auf einem positiven Sondereffekt im 1. Halbjahr 2020 in Höhe von 3,7 Mio. € im Zusammenhang mit einem zugunsten der CA Immo entschiedenen Verfahren über die Entrichtung von Gebäudesteuern (Auflösung von Rückstellungen für immobilienbezogene Steuern). Die Covid-19-Pandemie hat zum Bilanzstichtag das Nettomietergebnis mit 2,8 Mio. € belastet.
 

Ergebnis aus Immobilienverkauf
Das Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen stand zum Stichtag bei 6,9 Mio. € (30.9.2020: 6,1 Mio. €). Das Ergebnis aus dem Verkauf von langfristig gehaltenem Immobilienvermögen belief sich zum 30.9.2021 auf 32,8 Mio. € (30.9.2020: 24,9 Mio. €). Der Verkauf eines nicht-strategischen Grundstücks in Düsseldorf im zweiten Quartal generierte den wesentlichen Teil dieses Ergebnisses.

Die indirekten Aufwendungen beliefen sich nach den ersten neun Monaten auf –39,8 Mio. € und lagen damit 33,0% unter dem Vorjahresniveau (30.9.2020: –59,4 Mio. €). Der Wert des Vorjahres beinhaltete eine Rückstellung für mögliche Gerichtsgebühren im Zusammenhang mit der im zweiten Quartal 2020 von der CA Immobilien Anlagen AG eingebrachten Schadenersatzklage zur Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (BUWOG). Bereinigt u. a. um diesen Einmaleffekt in Höhe von rund 26,0 Mio. € lagen die indirekten Aufwendungen des Vorjahres bei –32,9 Mio. €.

Infolge der oben beschriebenen Entwicklungen lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 160,0 Mio. € um 17,5% über dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 136,1 Mio. €. Bereinigt u. a. um die oben erwähnte Rückstellung für die BUWOG-Klage in Höhe von rd. 26,0 Mio. € in 2020 liegt das EBITDA zum 30.9.2021 um 3,2% über dem Vorjahreswert.

Das Neubewertungsergebnis in Höhe von 185,2 Mio. € lag signifikant über dem Vorjahreswert (30.9.2020: –21,5 Mio. €). Einen wesentlichen Beitrag hierzu lieferte u. a. die positive Neubewertung des Entwicklungsprojektes „Upbeat“ in Berlin, das im März 2021 noch vor Baustart vollständig vermietet werden konnte.

Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) lag mit 344,1 Mio. € signifikant über dem Vorjahresergebnis (30.9.2020: 110,7 Mio. €), im Wesentlichen bedingt durch das höhere Neubewertungsergebnis.

Das Finanzergebnis summierte sich nach den ersten neun Monaten auf –68,1 Mio. €
(30.9.2020: 9,7 Mio. €). Diese große Abweichung im Vorjahresvergleich ist vor allem auf eine negative Derivate-Bewertung der im Oktober 2017 begebenen und mittlerweile vollständig gewandelten Wandelschuldverschreibung in Höhe von –46,2 Mio. € zurückzuführen (30.9.2020: 56,2 Mio. €).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) summierte sich auf 276,0 Mio. € und lag damit in erster Linie bedingt durch das höhere Neubewertungsergebnis deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von 120,4 Mio. €. Der Ertragssteueraufwand belief sich zum Stichtag auf –85,2 Mio. € (30.9.2020: –32,4 Mio. €); der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene latente Steuern zurückzuführen. Das Konzernergebnis lag mit 190,8 Mio. € aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen deutlich über dem Vorjahreswert von 88,0 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,96 € (30.9.2020: 0,95 € je Aktie).
 

Bilanzstärke und hohe Liquidität
Im Berichtszeitraum wurden Wandelschuldverschreibungen mit einem Nennwert von 200,0 Mio. € gewandelt, ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Eigenkapitalquote auf 50,2% (31.12.2020: 45,9%) sowie die Verbesserung sämtlicher Bilanz- und Finanzierungskennzahlen. CA Immo verfügt zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von 847,2 Mio. € (31.12.2020: 934,9 Mio. €).
 

Portfoliooptimierung durch strategische Kapitalrotation fortgesetzt
Im 3. Quartal 2021 hat CA Immo ihr strategisches Kapitalrotationsprogramm weiter fortgesetzt. Auf etliche Liegenschaftsverkäufe, die schon im 1. Quartal erfolgreich abgeschlossen wurden (u.a. der Verkauf des Bürokomplexes BBC 1 und 2 in Bratislava sowie einige Verkäufe nicht-strategischer Grundstücke in Deutschland) folgte im 3. Quartal der Verkauf eines kleineren Bürogebäudes in Budapest. Gleichzeitig konnten mit der Fertigstellung der Büroprojekte Missouri Park und Mississippi House in Prag plangemäß zwei Bürogebäude in das Bestandsportfolio übernommen werden. Inklusive des Büroprojekts ZigZag in Mainz, das im 1. Quartal fertig gestellt wurde, hat CA Immo in den ersten neun Monaten somit drei selbst entwickelte Bürogebäude in den eigenen Bestand übernommen. Der Wert des gesamten Immobilienvermögens steht bei 5,9 Mrd.€ (+5% im Vergleich zum Jahresende 2020). Rund 57% des Portfolios (bezogen auf den Buchwert) entfallen auf den größten Einzelmarkt Deutschland (31.12.2020: 54%), rund 9% auf Österreich und 34% auf die CEE-Region. Die konzernweite Vermietungsquote sank auf 90,0 % (31.12.2020: 94,8 %), was vor allem auf die rückläufige Auslastung im ungarischen Portfolio und den Auszug eines Mieters in Serbien zurückzuführen ist. Der Substanzwert EPRA NTA je Aktie lag zum Stichtag bei 41,81 € (nach 40,09 € zum 31.12.2020).
 

Ausblick
Die FFO I-Zielsetzung für das Jahr 2021 von rd. 128 Mio. € wird bestätigt. Der erfolgreiche Verkauf von nicht-strategischen Immobilien im Rahmen des strategischen Kapitalrotationsprogramms soll darüber hinaus wieder zu einem starken EBITDA-wirksamen Verkaufsergebnis und entsprechendem Liquiditätszufluss führen.

Die kontinuierliche Verkaufstätigkeit von nicht-strategischen Immobilien sollte in Verbindung mit einer schwächeren Vermietungsdynamik einen FFO I für 2022 generieren, der aus heutiger Sicht unter der Zielsetzung in Höhe von 140 Mio. € liegen wird. Diese Entwicklung ist wesentlich bedingt durch anhaltende Unsicherheiten und Verzögerungen auf den Vermietungsmärkten, insbesondere im Zusammenhang mit der zuletzt wieder deutlich verschärften Covid-19-Pandemie in den Kernmärkten. Die abschließenden Auswirkungen der Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen können insbesondere aufgrund der zuletzt weiter an Dynamik zugenommenen negativen Entwicklungen nicht abschließend beurteilt werden, unterliegen seitens CA Immo jedoch einer laufenden Evaluierung.

Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat von CA Immo den Start der Evaluierung aller strategischen Optionen für den Kernmarkt Rumänien beschlossen, einschließlich eines potenziellen Verkaufs des gesamten Portfolios.

Als Folge der oben beschriebenen dynamischen Entwicklungen beabsichtigt der Vorstand, die FFO I-Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2022 im ersten Halbjahr des nächsten Jahres zu konkretisieren.

Der Zwischenbericht zum 3. Quartal 2021 der CA Immobilien Anlagen AG steht zur Verfügung unter: www.caimmo.com/de/investor-relations/finanzberichte/.